Internet Ambient Radio - Second Generation


Log-Bilderbuch

1.Tag:

Nachdem ich beim letzten Projekt ja schon eine Oberfräse vermisst hatte, hab ich mir doch mal eine zugelegt :) Ein feines Maschinchen, das so einiges vereinfacht ...

Der erste Test: Es passt zusammen und gibt schonmal einen ersten Eindruck, wie es werden wird ...

Anordnung von Boxen und Display. Mit Hilfe eines Märklin-Metall-Baukastens - ... das waren noch Zeiten :) - wurde die Fräse für die kleinen Kreisschnitte "umgebaut". Die Plexiglass-Scheiben werden noch zu Ringen weiterverarbeitet, die die Boxenabdeckung umgeben sollen und mit Licht für die Kontur der Vorderseite sorgen.


2.Tag

Ein schöner Tag zum Fräsen. Die Kanten wurden rund gefräst und Vorder- und Rückseite bearbeitet. Die Vertiefung für das Display war etwas knifflig, da die Fräse sich nunmal dreht und somit keine Ecken gefräst werden können. Da sind dann scharfe Schnitzmesser und Geduld sehr hilfreich ...


3.Tag

Endlich mal wieder was rechteckiges. Rückwand und Boden ausgesägt und mit Bohrungen für Dübel versehen. Der Boden ist nur in der Ecke gedübelt und wird später als Wartungsklappe dienen. Zur Stabilisierung ist vorne ein Vierkantholz als Anschlag verdübelt.

Mehr Puzzlearbeit war die Displayplatte so auszusägen, dass sie bündig mit der Oberseite abschließt. Mit viel Geduld ist die Operation dann doch noch gelungen. Schonmal ein kleiner Vorgeschmack auf die Boxen-Scheiben. Die sind nämlich noch zu versenken und auf dem Bild zum Optiktest nur angeklebt.


4.Tag

Nachdem ich mir obige Hilfskonstruktion für die Oberfräse gebaut habe, können auch Kreisauschnitte mit kleinen Radien gefräst werden. Warum es sowas nicht als fertiges Zubehör gibt bleibt mir ein Rätsel. Die Löcher der Märklin-Blechstange wurden mit einer Metallsäge "verbunden". Um den Nagel dreht sich die ganze Geschichte und die zwei Muttern sorgen für den Höhenausgleich zwischen Blech und der Unterseite der Fräse. Durch Verschieben der Stange und/oder Umstecken des Nagels lässt sich der Radius sehr exakt einstellen.

Mit der Vorrichtung zunächst saubere Kreise gefräst ...

... dann den Inhalt weggefräst und das Plexiglas saugend versenkt.

Mit etwas feilen wurden die Alu-Leisten der Seite auf die obere Rundung von Vorder- und Rückseite gebracht.


5.Tag

Wieder einiges geschafft! Mit viel Geduld die Öffnungen für die Boxen in Voderseite und Plexiglas gesägt. Dann aus einer HDF-Platte zwei Ringe gefräst und mit Boxenstoff bespannt.

Leider ist mir die seitliche Plexiglasscheibe beim Fotoshooting gesprungen. Unvorsichtigerweise hatte ich sie nur in einer Führung und hab den Rest der Scheibe losgelassen. Klar das da einige Kräfte wirken. Ziemlich blöd, nun muss erstmal neues Plexiglas her ...

Trotzdem noch ein Paar Löcher für Schalter und Stecker gebohrt und alle Seite gründlich geschliffen und nachgearbeitet. Die erste Schicht Hochglanzlack ist jetzt drauf, trocken vor sich hin und wartet auf den nächsten Schliff.


6.Tag

So, alle Teile sind nun fertig lackiert und nach einiger Tüftelei haben auch alle Taster ihren Weg in die Frontpartie gefunden.

7.Tag

Erfolgreiche Hochzeit! Die Elektronik hat Einzug in das Gehäuse gehalten und konnte den ersten Soundcheck durchführen. Glücklicherweise passt alles an seinen Platz, die 3D-Raumplanung hat schonmal geklappt. Das Kabelgewirr muss natürlich noch aufgeräumt werden, denn es fehlen noch einige Bauteile: Relais, LED-Leuchtstreifen, Lampenfassungen und die interne Strom- und Signal-Verkabelung.


8.Tag

Es werde Licht! Die LED-Leuchtstreifen tauchen das Innere des Gehäuses in ein leuchtendes orange. Ausserdem sind die Glühbirnen eingezogen und die Taster verdrahtet. Gut zu sehen ist auch der Magnetschnapper (rechtes Bild, unten) der ein Öffnen des Gehäuses ermöglicht, wenn erstmal die Plexiglasscheibe drin ist. Schliesslich müssen ab und zu die Lampen gewechselt werden und eine Wartungsmöglichkeit für die Elektronik kann auch nicht schaden.

Über Relais werden alle Verbraucher vom ITX-Netzteil und vom Bedienpannel gesteuert. Somit kann das Radio selbst das Licht umschalten und sich inkl. der Lampen komplett ausschalten.


9.Tag

Es ist soweit! Die Scheibe muss rein! Nachdem mir ja schon eine gebrochen ist, hab ich jetzt natürlich etwas Respekt. Entsprechend blank liegen die Nerven. Viel zu wenig Hände für Scheibe, Vorder- und Rückseite, Schraubzwingen und Leimflasche. Jetzt kommts drauf an!

Aber wie man sieht ist alles gutgegangen! Jetzt wird sich zeigen, wie warm das Gehäuse wird und ob die passive Belüftung funktioniert. Auf der Rückseite befinden sich unten und oben Öffnungen. Durch die Form des Gehäuses soll die Luft an der Scheibe nach oben steigen und dort austreten. Dadurch soll kühlere Luft unten eintreten und es sollte eine Zirkulation entstehen. Noch muss aber der Leim trocknen, bevor die Zwingen wegkommen.

Werden die Glühbirnen abgeschaltet sorgen die LED-Leuchtstreifen für ein orangefarbenes "glühen". Die Fertigstellung steht unmittelbar bevor!